Dr. Ulrike Schick: Katalogtext zum Hubertus-Wald-Stipendium Hamburg 2000 (Ausschnitt)

Augenscheinliche hermetische Dichte und kalte Undurchdringlichkeit öffnen sich, geben die nun fast als spielerisch erkannte Wahrheit preis. Die Oberfläche wird zum Echo dessen, was einst im Grund verborgen schien. Farben als Vorbereitung, als Steigerung und Ergänzung der endgÜltigen Erscheinung. Zeit, die Entstehung als Prozess wird sichtbar. Farbe als raumschaffendes Moment, in einen Raum wachsendes, sich breitmachendes Material erlangt Form, vor allem Inhalt. Ebenen werden lesbar, so erkennbar, lassen die gegenseitige Beeinflussung spÜren. Die Präsenz von einem Ton wird relativiert.
Wie wahr ist unser Sehen?
Wie stark nimmt die Vergangenheit als Vorwesen Anteil am Jetzt?