Dr. Ulrike Schick: Rede zu "Foyer für junge Kunst", Vereins- und Westbank, Hamburg-Harburg

Farbe ist Programm und Inhalt der Arbeit Kintz. Mit einem Rakel zieht Kintz das zähfließende Malmaterial Über die Leinwand. Schicht um Schicht entsteht die sichtbare Farbe, Farbe um Farbe wiederum wird Übermalt, verändert durch räumliche und tonige Tiefe das letzliche Erscheinungsbild. Die Farbe, die Sie sehen, ist nicht rein, nicht monochrom in ihrer Dichte. Sie schwillt aus dem Grund in andere Töne.

Kintz lässt die Farbe pur, wÜnscht keine wolkigen Verdichtungen, die Räumlichkeit illosionieren. Hier ist er spröde, radikal und unprätentiös.

Ganz in ihrer Kraft aber sind die verschiedenen Töne, die sich letzlich darstellen. Barockes sattes Rot, bonbonfarbenes Rosa oder Himmelblau stehen sich und Ihnen ganz vorurteilsfrei, ja fast unbekÜmmert, gegenÜber. Diese UnbekÜmmertheit jedoch täuscht!

Wie im Bilder-Buch einsehbar, ist ein weiterer Bestandteil der Arbeit das Zuordnen einzelner Arbeiten untereinander. Kintz bildet mit den Werken Gruppen. Gleich einem Baukastenprinzip greift sich der KÜnstler die einzelnen Bilder und schafft Kontrapunkte, Harmonien werden gesetzt und gleich wieder in Frage gestellt.